Mein Kameraleben: Teil 5 Olympus PEN E-P35 min read

Wie es so ist mit Leuten, die zu viel Geld und Zeit haben (und einen alten Mietvertrag mit lächerlich niedriger Miete für die Gegend) war die PEN E-P1 schnell nicht mehr “gut genug”. Daher hier Teil fünf mit der Olympus PEN E-P3.

Warum musste es die neue PEN E-P3 sein?

Wie bereits in den vorherigen Artikeln geschrieben hatte ich die PEN E-P1 als Zweitkamera neben meiner großen Canon DSLR gekauft und schnell gemerkt, dass ich meine große Kamera gar nicht mehr brauche. Ziemlich bald war meine alte Ausrüstung verkauft. Aber natürlich brauchte ich jetzt die neueste PEN Kamera, sozusagen als Ausgleich, und ich hatte durch den Verkauf der alten Sachen Geld übrig. Gesagt und getan und eine Amazon Prime Lieferung später hielt ich die PEN E-P3 in den Händen. Ich habe mir sogar den elektronischen Aufstecksucher gegönnt.

Die Kamera war definitiv besser und ausgereifter als die E-P1. Ich erspare mir die technischen Details, auf jeden Fall war die Kamera spürbar besser in der Bedienung. Das Display war endlich angemessen, die Kamera war schneller in der Bedienung und ein paar nützliche Funktionen kamen hinzu. Der Aufstecksucher war eine wahre Freude, denn ich konnte diesen nach oben klappen, für Fotos aus anderen Perspektiven. Allerdings saß dieser recht locker auf dem Blitzanschluss und rutsche leicht ab, insbesondere wenn ich die Kamera über die Schulter zu hängen hatte. Und dies führte dann auch dazu recht schnell die nächste Kamera zu kaufen.

Ich habe die Kamera auch genutzt um mit verschiedenen Filtern und Effekten zu experimentieren, welche zum damaligen Zeitpunkt der neueste Trend bei den Kameraherstellern waren. Im Nachhinein waren die Filter ziemlich albern aber anscheinend haben sich diese sehr gut auf dem Japanischen Markt verkauft, auf dem Olympus recht stark war. Für diesen Artikel habe ich daher nur Fotos mit Filter oder Effekten ausgewählt.

Olympus PEN E-P3 Beispielbilder:

U-Bahn Tunnel

Subway tunnel Berlin shot with the Olympus PEN E-P3
U-Bahn Tunnel (2013)

Berlin hat ein ausgedehntes Netz an Untergrundbahnen welche teilweise über 100 Jahre alt sind. Und natürlich sind die alten Tunnel aufgrund ihrer Geschichte besonders interessant. Sie dienten als Luftschutzbunker im Zweiten Weltkrieg, die Schlacht um Berlin wurde in ihnen ausgefochten und gerade im Westteil erhielten einige Bahnhöfe nukleare Schutzräume.

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Tunnel zu besichtigen. Am Tag des offenen Denkmals lässt sich oft ein Wartungstunnel nebst Ausstellung zum Zweiten Weltkrieg durchlaufen. Am Bahnhof Gesundbrunnen zeigt der Verein “Berliner Unterwelten” einen Atomschutzbunker sowie Schutzräume aus dem Zweiten Weltkrieg. Die BVG bietet mehrmals im Jahr Fahrten mit einer Cabrio U-Bahn an.

Das Foto entstand am Tag des offenen Denkmals und man konnte von den Gängen und Tunneln aus die Bahnen auf dem unterirdischen Viadukt fahren sehen. Ich hatte an dem Tag mit dem Sepia Effekt gespielt und ich wünschte, ich hätte normales schwarz-weiß genommen.

Noch ein U-Bahn Tunnel

Another Subway tunnel Berlin shot with the Olympus PEN E-P3
Noch ein U-Bahn Tunnel (2013)

Dieses Foto entstand auf der selben Tour wie das Bild oben. Diese Räume hier dienten als Werkstätten für Rüstungsgüter in den letzten Kriegsmonaten. In der unmittelbaren Nachkriegszeit versuchte man hier aufgrund des feuchten und dunklen Klimas Esspilze zu züchten. Der Filter hier war “dramatisches SW”.

Sächsisches Miniaturdorf

Miniature Village shot with the Olympus PEN E-P3
Miniaturdorf (2013)

Ein typisches Dorf in Ostdeutschland aufgenommen von einem alten Wasserturm. Der Miniatureffekt war damals für mich ganz witzig, aber in der heutigen von Instagramfiltern verseuchten Welt kann ich so etwas nicht mehr sehen.

HDR Wasserturm

prenzlauer berg water tower
Wasserturm (2013)

Ein Wasserturm in Berlin. Ein beliebter Platz für Familien am Nachmittag und Paare am Abend. Die Innenräume und Speicher können hin und wieder besucht werden wenn es mal wieder ein Kunstprojekt gibt. Früher fanden dort oft Klangausstellungen statt, welche mich ziemlich beeindruckt haben.

Dieses Bild habe ich mit dem HDR-Effekt aufgenommen. Einer Fototechnik die ich mittlerweile zutiefst verabscheue. Die Bilder wirken oft künstlich und haben die Ästhetik von billigen Süßigkeiten. Ein Blick auf die Seite der populären Bilder von 500px soll beispielhaft sein. Warnung ein Klick auf den Link kann Erbrechen verursachen.

Sebastiankirche

St. Sebastian Church Berlin shot with the Olympus PEN E-P3
Sebastiankirche (2013)

Hier stehe ich auf dem Gelände auf welchen sich früher die Berliner Mauer befand. Jetzt ist es ein schöner Naturpark mit wilden Gräsern. Nebenan sind eigentlich nur Büros, so dass der Park meistens recht leer ist. Die Sebastiankirche sorgt für einen interessanten Hintergrund. Der Filter hier soll für farbenfrohe Landschaften sein. Mir ist es schon zu bunt.

%d bloggers like this: